"Global Summer Institute of Music“ im Schloss Gainfarn
Im Juli 2025 gastierte das internationale „Global Summer Institute of Music“ erstmalig in Europa und das gleich bei uns in Bad Vöslau im Schloss Gainfarn. Die Musikerinnen und Musiker von Weltrang verwandelten die Unterrichtsräume und den neuen Konzertsaal in eine einzige Klangwolke und begeisterten die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Virtuosität und Fachkönnen.

Neun Tage, von 23. bis 31. Juli 2025, gastierten die rund 100 internationalen Künstlerinnen und Dozenten aus aller Welt in Bad Vöslau und traten täglich in unserem Konzertsaal auf. Die Unterrichtsräumlichkeiten der Musikschule sowie die Seminarräume boten optimale Bedingungen für die Durchführung dieser Veranstaltung. Es gab kein Zimmer, das nicht als Übe- oder Proberaum benutzt wurde und sogar in den Archivräumen wurde musiziert.
„Bad Vöslau ist der ideale Platz für MusikerInnen, die spielen und ihr Talent zeigen wollen“, betont GSIM-Gründerin Yin Zheng. „Die Nähe zu Wien, das Beethoven-Haus in Baden, das Thermalbad, die tolle Landschaft – es ist einfach phantastisch. Bad Vöslau ist wie zu einem Zuhause geworden.“ Auf den Kurort und das Schloss Gainfarn als Probe- und Konzertlocation aufmerksam geworden ist die US-amerikanische Star-Pianistin 2023 über den Klarinettisten und GSIM-Dozenten Markus Adenberger, der sie an den Bad Vöslauer Musikschuldirektor Christian Sauer weitervermittelte. „Nach der Covid-Pause waren wir in Europa auf der Suche nach einer neuen Location für unser globales Musikfestival und waren vom Schloss und dem Konzertsaal sofort begeistert“, erzählt Zheng. „Dass wir hier in Österreich fündig geworden sind, passt sehr gut. Das Land gilt nicht umsonst als Wiege der klassischen Musik.“

Gegründet wurde GSIM 2014 als Klassik-Sommerfestival in den USA – mit der Intention, junge Musikerinnen und Musiker zusammenzubringen und ihnen eine Bühne zu bieten. Bald wurde das anfangs nur aus Pianisten bestehende Ensemble um Streicher und Bläser erweitert, aktuell zählen auch Kammermusik und Chorgesang zum Repertoire.

„Wir ziehen Talente aus der ganzen Welt an, die dank GSIM gemeinsam musizieren und Freundschaften knüpfen können“, ergänzt Zheng, die selbst über große internationale Erfahrung verfügt. Geboren in Shanghai nahm sie bereits im Alter von vier Jahren Klavierstunden und studierte später an den Konservatorien in Shanghai und Brüssel. Später (WW) zog sie in die USA, wo sie an der Eastman School of Music promovierte und an der Virginia Commonwealth unterrichtete. Nach der harten Zeit der Covid-Pandemie kehrte sie Amerika den Rücken und ließ sich in Mailand nieder, wo sie aktuell mit ihrer Familie lebt.
Bei den Besucherinnen und Besuchern hinterließ das GSIM-Musikfestival in Schloss Gainfarn jedenfalls einen bleibenden Eindruck.und eine Rückkehr ist gewiss. „2026 wird ein phantastisches Jahr.“ Geplant ist nicht nur eine Erhöhung der Teilnehmerzahl, auch sollen lokale Musikerinnen vom GSIM profitieren.

Zu den ersten GSIM-Stipendiaten zählt die Bad Vöslauer Cellistin Flora Wieser. Auch sie begeisterte beim Konzertreigen Ende Juli das Publikum im Schloss Gainfarn mit ihrem Können, als sie die Cello-Sonate Nr. 2 op. 99 von Johannes Brahms präsentierte. „Als Musikschuldirektor bin ich sehr stolz auf unsere ehemalige Schülerin“, bemerkte Christian Sauer. „Sie hat noch eine tolle Karriere vor sich.“
